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Trump lehnt Freigabe iranischer Vermögen vor Abkommen ab – droht mit 'brutalem' Militärschlag

Victória dos Santos de Sá
Trump lehnt Freigabe iranischer Vermögen vor Abkommen ab – droht mit 'brutalem' Militärschlag

Der US-Präsident Donald Trump hat klargestellt, dass er keine iranischen Vermögenswerte im Ausland freigeben wird, bevor ein Abkommen mit Teheran unterzeichnet ist. In einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender NBC betonte der Republikaner, dass eine solche Freigabe erst nach einer Einigung erfolgen könne. „Das kommt später“, sagte er in dem am Freitag aufgezeichneten Gespräch. „Wenn sie sich richtig verhalten, wenn sie gute Arbeit leisten“, fügte er hinzu. Die Äußerungen fallen inmitten delikater Verhandlungen, in denen der Iran genau diese Freigabe gefrorener Gelder fordert.

Keine Zugeständnisse vor einer Einigung

Trump stellte klar, dass jegliche finanzielle Erleichterung vom Verhalten Teherans nach der Unterzeichnung eines eventuellen Abkommens abhänge. Er wiederholte: „Wenn sie sich richtig verhalten, wenn sie gute Arbeit leisten.“ Gleichzeitig erwägt das US-Finanzministerium laut einer mit den Gesprächen vertrauten Quelle eine alternative Option: Die eingefrorenen Mittel könnten genutzt werden, um Golfstaaten für Schäden durch iranische Angriffe zu entschädigen. Dieser Schritt verdeutlicht die Komplexität der Verhandlungen, in denen das blockierte Geld zu einem zentralen strategischen Druckmittel geworden ist.

Das iranische Uran im Fokus

Der Präsident äußerte sich auch zum Verbleib des angereicherten iranischen Urans, einem der heikelsten Punkte der Gespräche. Er gab an, den genauen Standort zu kennen, und bekräftigte, das Material auf die eine oder andere Weise zurückholen zu wollen. „Wenn wir ein Abkommen erreichen – und jetzt, da wir auf gutem Fuß stehen – werden wir gemeinsam handeln. Es wird unser Material sein. Wir werden es entfernen und zerstören, egal wo es sich befindet“, erklärte Trump in der Sendung „Meet the Press“ von NBC News. Außenminister Marco Rubio räumte ein, dass die Uranfrage „eindeutig angesprochen“ werde, jedoch fehle noch die Zustimmung Teherans.

Militärdrohungen und Truppenstationierung

Trump schloss ein militärisches Vorgehen nicht aus, sollten die Gespräche scheitern. „Wenn wir keine Einigung erzielen, werden wir sie militärisch auf sehr brutale Weise neutralisieren“, warnte er. Er werde bis zu einer Entscheidung abwarten, aber garantierte: „Auf jeden Fall werden wir in Sicherheit sein.“ Der US-Präsident bekräftigte zudem, die amerikanischen Truppen solange in der Region zu belassen, bis die Verhandlungen „abgeschlossen“ seien. Trotz einer brüchigen Waffenruhe seien die Feindseligkeiten zuletzt wieder aufgeflammt, insbesondere im Bereich der Straße von Hormus, einer strategischen Wasserstraße für Kohlenwasserstoffe, die von Teheran kontrolliert wird.

Neuer iranischer Führungsstil als rational bezeichnet

Der amerikanische Präsident zeigte sich positiv über die neue Spitze des Iran. Er bewertet die Führung von Mojtaba Khamenei, der seinem Vater Ali Khamenei nachfolgte, als „rationaler und sehr intelligent“. Trump sagte, der Sohn des früheren Obersten Führers sei in den Genehmigungsprozess eines Friedensabkommens eingebunden, und zeigte sich offen für direkte Gespräche mit ihm. „Ich würde das tun, wenn er wollte“, so Trump, der jedoch einräumte, noch nicht direkt mit dem neuen Führer gesprochen zu haben. Auf die Frage, ob er den genauen Aufenthaltsort von Mojtaba kenne, antwortete der Präsident ausweichend: „Es besteht eine gute Chance, dass ich es weiß.“

Verhandlungen auf der Kippe

Laut Trump stünden beide Seiten „sehr kurz“ vor der Unterzeichnung eines Abkommens. Er übt Druck auf den Iran aus, über die Aufgabe seiner nuklearen Ambitionen hinauszugehen. Das Schicksal des angereicherten Urans bleibt eines der schwierigsten Hindernisse, um den von den USA und Israel gegen den Iran geführten Krieg zu beenden. Trump beharrt auf seiner Position, dass iranische Vermögenswerte erst nach Abschluss einer Einigung freigegeben werden. „Wir werden mit ihnen gehen oder ohne sie. Aber wir werden es nicht tolerieren, beschossen zu werden“, fasste der Präsident zusammen.

Die Einschätzung der The Premise News: Trumps harte Linie markiert eine riskante Strategie: Sie könnte die Verhandlungen beschleunigen oder zum Scheitern bringen. Es geht nicht nur um das iranische Atomprogramm, sondern auch um das Machtgleichgewicht am Golf und die Sicherheit lebenswichtiger Seewege. Die Weigerung, Vermögen vor einem Abkommen freizugeben, offenbart eine maximalistische Haltung, die im Gegensatz zur Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Zerstörung des Urans steht. Diese Spannung zwischen Vorbedingungen und künftiger Kooperation prägt den Moment. Leser sollten beobachten, ob Teheran das Angebot akzeptiert, eigene Gelder zur Entschädigung von Golfstaaten zu nutzen – ein Schritt, der regionale Allianzen neu ordnen könnte. Vor allem aber bleibt die Möglichkeit eines „brutalen“ Militärschlags auf dem Tisch, was die kommenden Wochen entscheidend macht, um eine noch gefährlichere Eskalation zu vermeiden.

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